Dezember 10

Filmvorführung mit Teatro sin Organos
"Die Farbe des Granatapfels" von Sergei Paradschanow (1969)

"Die Farbe des Granatapfels" ist ein surrealer Spielfilm über den armenischen Troubadour Sayat Nova.

2.12. um 21 Uhr


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PoesieStiche
mit Cristina Sahuquillo


4. & 5. 12, jeweils um 15 Uhr
10.12. um 19 Uhr

Cristina leitet die Teilnehmer an, Worte oder Zeilen von Gedichten auf Textilien zu sticken. Bringt Taschentücher, Kleidungsstücke etc. und Gedichte mit. (Es gibt auch eine Auswahl an Gedichten vor Ort.) An drei Terminen könnt ihr in gemütlicher Runde beim Kamin eure Stickerei vollenden.





























































November 10

Residenz:
Marie-pierre Duquoc


In ihrem Projekt „Kofoni" besucht Marie-pierre Duquoc verschiedene Leute in privaten und öffentlichen Räumen in Berlin Wedding und interviewt sie zum Thema „Arbeit“. Dafür hat sie Fragen auf Karteikarten vorbereitet, die ihr Gegenüber schriftlich beantwortet. Durch diesen Prozess der Übersetzung und Kommunikation möchte sie auch die deutsche Sprache kennenlernen.

Marie-pierre Duquoc gestaltet dann eine Art Landkarte der gesammelten Texte. Sie benutzt Worte und Sätze ihrer Interviewpartner als Material für ihren eigenen Text. In diesen Text fließen auch ihre Erfahrung der Begegnungen, der Orte, die sie besucht hat, wortwedding als Zentrum der Residenz und Rückverbindungen zu ihren frühreren Texten und Performances mit ein.

Der poetische Aspekt ihrer Arbeit liegt in dem künstlerischen Prozess selbst - das Sammeln der Worte, Klänge und Empfindungen, das Komponieren der Sammlung durch ein Netzwerk von Beziehungen zwischen Worten und Sätzen der unterschiedlichen Menschen, ihren eigenen Worten und den zwei Sprachen, deutsch und französisch.

Und letztendlich einer Performance, die dem schriftlichen Material eine Stimme verleiht. Von der Begegnung mit Menschen gestaltet Marie-pierre Duquoc eine abstrakte Beziehung, um daraus dann wieder eine physische Begegnung zwischen Performer und Publikum entstehen zu lassen. Es ist ein Prozess der Übersetzung, Überlagerung und Verwandlung.

„ Meine Texte handeln immer von meinem Leben und dem Leben der Menschen denen ich begegne. Arbeit ist ein fortwährendes Thema und darum muss ich darüber schreiben. Ich behandle das Thema nicht wie eine soziologische Studie oder einen philosophischen Diskurs, sondern als Poesie. Poesie ist eine Möglichkeit die künstlerischen und ökonomischen Faktoren meines Lebens mit Distanz zu betrachten, um sie besser verstehen zu können. So kann ich sie aus verschiedenen Perspektiven sehen und damit umgehen ohne von ihnen überwältigt zu werden.“ Marie-pierre Duquoc

5.11.10, 20 Uhr
Performance „Je cherche “

26.11.10, 20 Uhr
Präsentation der Residenz

Öffnungszeiten:
26.11.10., 20 - 23 Uhr,
27. + 28.11.10., 14 -18 Uhr



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3. Stammtisch für interdisziplinäre Poesieprojekte
mit Rainer Stolz

29. 11., 19 Uhr

Oktober 10

Ausstellung:
Nicola Caroli, Joanna Kane
"es tun sich meine innren Blicke auf"


Leseraum zu vier Gedichten aus "Weibliches Bildnis" von Gertrud Kolmar





Der Gedichtband "Weibliches Bildnis" (1938) umfasst 51 weibliche Bildnisse, z.B. "Die Tänzerin", "Die Irre", "Die Landstreicherin"... Sie sind Facetten, Bilder ihrer selbst. Die Bilder sprechen von Außenseitern, Unterdrückten und Stummen mit denen sich Kolmar identifizierte und solidarisierte - als Frau, als Dichterin und als Jüdin. Die Rollen, in die sie schlüpft, transzendieren das Autobiographische mit einer unverwechselbaren poetischen Sprache. Das Besondere liegt in den fantasiereichen Metaphern und der Körperlichkeit sowie Räumlichkeit, mit der sie eine Begegnung zwischen sich und ihrem Leser hervorruft.
Kolmar schrieb viele ihrer Gedichte in Zyklen, die ihrer expansiven Metaphorik Raum, aber auch Form und Halt gaben. „Weibliches Bildnis“ist eher in vier "Räume" eingeteilt als in Kapitel oder Teile. Man spürt förmlich wie sie diese Räume durchwandert, auf der Suche nach sich selbst, sich selbst zusammensetzt und ihre Identität aufbaut.
Die Poesievermittlerin Nicola Caroli wählte aus jedem „Raum“ ein Gedicht aus, das ein Kernthema von Gertrud Kolmars Leben beinhaltet. "Die Dichterin" des ersten Raumes behandelt ihre existentielle Beziehung zur Poesie, "Die Sünderin" des zweiten Raumes ihre unbefriedigende Beziehung zu ihrer Mutter sowie ihre Sehnsucht nach Einheit und Mutterschaft, "Das Tier" vom dritten Raum ihr extremes Mitgefühl für alle Lebewesen und "Die Einsame" vom vierten Raum ihre Beschäftigung mit dem Blick, zu sehen und gesehen zu werden.
In „es tun sich meine innren Blicke auf“ sind die vier Räume zugeteilte Bereiche in einem real existierenden Raum. Jeder der vier Räume bietet eine sinnliche Erfahrung an. Der erste Raum dient als Einführung in die Welt der Dichterin, der zweite Raum ist ein Hörraum, der dritte ein Berührungsraum und der vierte ein visueller Raum. Für den vierten Raum arbeitete Nicola Caroli mit der bildenden Künstlerin Joanna Kane zusammen.
„es tun sich meine innren Blicke auf“ bietet einen Einblick in Kolmar's einzigartige poetische Welt durch eine räumliche und sinnliche Erfahrung der vier Gedichte.
Öffnungszeiten
Freitag - Samstag, 14 -18 Uhr
(10., 15., 16., 17., 22., 23., 24., 29., 30., 31.10.
29.10. zusätzlich von 19 - 22 Uhr)
Vernissage: 09.10., 19 Uhr

Aktion zur Ausstellung:
Poesieworkshop mit Nicola Caroli
Wir malen und schreiben zu Bildern, die wir von uns selbst haben und finden dafür Metaphern.

17.10.10, 15 -18 Uhr

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2. Stammtisch für interdisziplinäre Poesieprojekte
mit Rainer Stolz
25.10.

September 10


Ausstellung: Zeynep Arman

Being Something Being Nothing

Anhand von "Seyler Kitabi" (Das Buch der Dinge) des türkischen Dichters Ilhan Berk, erforscht Zeynep Arman wie wir uns in der Beziehung zu unserer Umgebung und den Dingen darin selbst erfahren. Und wie uns die Dinge dazu inspirieren, neue Dinge zu erschaffen.

Öffnungszeiten:
jeweils Freitag bis Sonntag 14 - 18 Uhr
3., 4., 5., 10., 11., 12., 17. 18., 19., 24., 25., 26.09
am 24.9. zusätzlich von 19 - 22 Uhr



Aktion zur Ausstellung:
Poesieworkshop Building a poem or the poem as building
mit Nicola Caroli
In dem Workshop benutzen wir Worte und Zeilen des Gedichts "Der Raum" von Ilhan Berks "Das Buch der Dinge", mit denen wir unsere eigenen Gedichte bauen.

Der Workshop ist in Englisch oder Deutsch. Alle Sprachen sind willkommen. Keine Vorkenntnisse erforderlich.
19.09., 15 -17 Uhr

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1. Stammtisch für interdisziplinäre Poesieprojekte von Rainer Stolz
06.09.10 19 Uhr

August 10



Residenz:
Zeynep Arman


Based on "Seyler Kitabi" (Book of Things) by Turkish Poet Ilhan Berk, Zeynep Arman explores the understanding we gain of ourselves through objects and how this inspires us to create new things.



Presentation of the residency:
Friday, 27.08, 9 pm
Opening Times:
27.08.10, 7 - 10 pm
28.08 & 29.08, 2 - 6 pm
www.zeyneparman.com

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Workshop & Performance:
Ernesto Estrella Cózar

The Poem as Present
Workshop on Poetry Reading by Ernesto Estrella Cózar
18. & 19.08.10, 6 - 7.30 pm
Out of the word, into the sound
Performance by Ernesto Estrella Cózar
19.07.10, 9 pm

The Poem as Present - Workshop
The Poem as Present asks participants to rethink poetry’s traditional legacy and its aesthetic and social function in the context of other Arts through one specific lens: the act of reading. Its main purpose is to create and develop tools towards a deeper, more radical approach to reading (theoretically and performatively), one that enhances the poem’s capacity to emerge as present in our experience and act upon it. The work along those two levels will expose the participants to new insights on how to read a poem and to an extension of the creative act of poetry writing.
The poems used are from different sources and languages, the workshop is held in English.

Out of the word, into the sound - Performance
This performance investigates through the voice the poetic text’s potential beyond its content and the extension of poetic thought into sound.
The poem becomes a score for the development of an experimental approach to poetry reading that is less concerned with meaning and than with its actual presentation to our senses.
The work of the human voice by itself when confronted with a poetic text is taken as a triggering factor that transforms our perception at different levels. Poems belonging to the Hispanic tradition, a set of images and original poems by the author, and pure sound pieces will be presented during this performance.


Program:
Debussy; retrato y sombra (Federico García Lorca)
Trilce XX (César Vallejo)
Esa órbita abierta (Juan Ramón Jiménez)
Achronos (Ernesto Estrella Cózar / Nysos Vasilopoulos)
Horizon (Ernesto Estrella Cózar - to Lidochka)
Hypnosis (Ernesto Estrella Cózar - to Mike Tyson)

Sound Sample: Horizon-ErnestoEstrellaCorzar.mp3

Juni 10



Residenz:

Nicola Caroli & Vanessa Mildenberg
Moving Metre - Erforschung der gegenseitigen Beziehung zwischen Bewegung und Versmaß

Präsentation der Residenz: 25.06.10, 21 Uhr







Mai 10

Residenz:
Teatro sin Órganos,
Ilaria Di Carlo & Cristian Loaiza

Showings:
21. & 22.05.10, 20 -23 Uhr
Objects of desire - Installation von poetischen Objekten

28.05.10, 21 - 23 Uhr
Unterbrechung/Live Collage zu Ernst Jandl Gedichten
mit eingeladenen Musikern und Akteuren:
Pablo Dodogson, Quinto Fabriziani, Monika Lilleike, Matteo Rovesciato,
Kathleen Wilson

29.05.10, 14 - 23 Uhr
30.05.10, 14 - 20 Uhr
Szenographie der Unterbrechung/Live Collage




April 10


Ausstellung:

Judith Gaida
Die Nordsee

Zeichnungen und Objekte zu Gedichten und Texten von Heinrich Heine

10.4. - 2.5.10

Aktion:
Interaktion und Gespräch mit der Künstlerin
So 18.04 + 25.04.10, jeweils 16 Uhr

Öffnungszeiten:
Mi-So 15 -19 Uhr
Fr 23.04.10 15-22 Uhr

Judith Gaidas "Die Nordsee" ist eine Antwort auf den Gedichtzyklus "Die Nordsee“ und dazugehörigen Texten von Heinrich Heine, die sie vergangenes Jahr auf einer ihrer zahlreichen Nordseereisen entdeckt hat. Die bildende Künstlerin setzt weiße Linien über schwarze, um so Dehnung und Raum zu erzeugen, die sie im Klang der Gedichte und Texte gehört hat: Wellen schlagend, durchgängig, mäandernd, dicht oder auf wenige Spuren reduziert. Die Zeichnungen sind auf kleinen (15 x 21cm) bis mittleren Formaten (70 x 100 cm) mit Stiften oder flüssigen Gouache- und Acrylfarben entstanden. Die Objekte sind aus verschiedenen Materialien, schwarze und weiße Töne dominieren auch hier. In der Gesamtkonzeption hat sie auch den Raum wortwedding einbezogen, indem sie eine Verbindung zwischen den Tönen der Wände (weiße Stellen, roher (grauer) Stein, Bräunliches) und den Arbeiten gesucht hat: z.B. auf die Raumfarben reagierende Rahmenfarben, kleine Zeichnungen auf Packpapier, so dass die von ihr verarbeiteten Gedicht- und Textklänge sich bis in die vorhandenen Wände und den Raum weitertragen.






März 10

08.- 21.03.09

Printemps des Poetes, Berlin10
www.printempsdespoetes-berlin.blogspot.com

Präsentation des Poesie Festes Printemps des Poetes, Berlin10 (08 - 21.03.10)
Freitag, 26.03.10 19 - 22 Uhr
Präsentation 21 Uhr
So, 28.03.10 14 -18 Uhr
Präsentation 16 Uhr
Die Organisatorinnen von Printemps des Poetes, Berlin10 erzählen über den Verlauf des Festivals, mit Text-, Ton- und Bildmaterial


Februar 10

Residenz:
Agnes Guipont
Elfriede Gerstl auf der Spur

Präsentation der Residenz: 26.02.10 um 21 Uhr




Januar 10

Residenz:
Maki Shimizu
www.makishimizu.de

Präsentation der Residenz 29.01.10 um 21 Uhr
Während ihrer Residenz probierte sich die Zeichnerin Maki Shimizu im Poesie schreiben und malen aus. Eine Orientierung hierfür war ihr Lieblingsdichter Mitsuo Aida. Mehr über ihren Prozess könnt ihr im Interview erfahren.




©Jean Marie Porte