September 2013


Ausstellung im Rahmen des Projektes Meister der Fremde = Meister der Heimat:
Artur Wabik (PL)
Streetart zu Gedichten von Adam Zagajewski

Öffnungszeiten:
01., 07., 08., 14., 15., 21., 22., 28.09.2013, 14 - 18 Uhr 
27.09.2013, 19 - 23 Uhr 

Adam Zagajewski liest im Rahmen des Projekts am Literarischen Colloquium Berlin am Donnerstag, 19. September 2013, 20.00 Uhr
Moderation: Olaf Kühl






Konzept 
Im Rahmen des interdisziplinären Poesieprojektes "Meister der Fremde = Meister der Heimat" zu Gedichten von Adam Zagajewski (PL) gestaltet der Street Art Künstler und Kurator Artur Wabik (PL) zwei Werke im wortwedding: eine Wandgraffiti zu dem Gedicht "In fremden Städten" und eine Klanginstallation zu dem Gedicht "Elektrische Elegie". Zusätzlich gestalten SchülerInnen unter seiner Anleitung eine Wandgraffiti in einem benachbarten Spielplatz zu dem Gedicht "Geh durch diese Stadt".
Das Gedicht "In fremden Städten" behandelt Adam Zagajewskis persönlichen Eindruck einer fremden Stadt. Artur Wabik übersetzt diesen Eindruck vielfältig - in sein eigenes Verständnis des Gedichts und der für ihn fremden Stadt Berlin und auch in sein eigenes Medium Street Art. Er benutzt eine fremde Sprache (Deutsch) und die fremde Street Art Kalligraphie Pixaçāo. Pixaçāo ist eine südamerikanische Graffiti, die aus einer Mischung des lateinischen Alphabets, mittelalterlicher Kalligraphie und nordischen Runen entstanden ist.
Der Sprecher des Gedichts kann in der Atmosphäre der fremden Stadt seine Gefühle neu kennenlernen und sich gleichzeitg von sich selbst distanzieren. Die Pixaçāo Graffiti ist territorial, sie erobert einen Ort für sich, an dem sie normalerweise keinen Platz hat und verzaubert bzw. verhext ihn. Mit seiner Wandgraffiti betont Artur Wabik die Kontraste und Paradoxa in den beiden Medien und ihren Botschaften.
Das Gedicht "Elektrische Elegie" ist eine Elegie für ein altes deutsches Radio und erzählt die Geschichte von seinen Anfängen bis zu seinem Verfall und Ende. Das Gedicht behandelt Polnisch-Deutsche jüngste Geschichte und das Radio als Medium, seine Tugenden - Musik, Drama, wahre Geschichten aus dem Leben, Apelle, Nachrichten... und seine Laster - den Diktatoren und Tyrannen der Welt eine Stimme zu geben. In seinem elegischen Ton huldigt das Gedicht auch ein aurales Zeitalter. Artur Wabik re-animiert die Geschichte des Radios mit einem visuellen Objekt/einer Klanginstallation. Er realisiert seine eigene Vision des Radios von Adam Zagajewski und zelebriert damit auch sein Medium und das visuelle Zeitalter. 
Die Wandgraffiti zu dem Gedicht "Geh durch diese Stadt" wird sich aus den Interpretationen der TeilnehmerInnen des Workshops ergeben. 

Bio
Geboren 1982 in Krakau, Polen. Lebt und arbeitet als Künstler, Kurator, Journalist, Pop Kultur Forscher und Publizist von Comics und Fantasy Literatur in Krakow.

Seit den späten 90ger Jahren ist er in der Street Art Szene tätig und ist Künstler mehrerer Mural Malereien und Installationen im öffentlichen Raum.

Initiator und Kurator:

2003, 2004 & 2010 - 3 Editionen von “Komiks na Ścianach” (Comics an den Wänden), interdisziplinäres Kunstprojekt von Comics und Graffiti.



Redakteur:
Seit 2003 - Chefredakteur von “Atropos“ (limitierte Comics Editionen)

Publikationen in Magazinen:
“Autoportret. Pismo o dobrej przestrzeni” (Selbstportrait. Magazin über gute Räume), interdisziplinäres Kulturmagazin, publiziert von Małopolski Instytut Kultury. 

Projektraumbetreiber: 
2010 - 2011, “Mirracullum”, eine ehemalige Kosmetikfabrik, Zabłocie, Cracow. 

Links zu Artikeln mit Bildern zu Artur Wabiks Kunst:






Als Herausgeber:

Keine Kommentare:

Kommentar posten